„Wenn auf eure Veranlassung hin eure Jugend gut ausgebildet ist, wird sie eurer Vaterstadt als Schutz dienen; denn für die Städte sind keine Bollwerke oder Mauern zuverlässigere Schutzwälle als Bürger, die sich durch Bildung, Klugheit und andere gute Eigenschaften auszeichnen.“

Philipp Melanchthon (Gelehrter und Mitstreiter Luthers)

FAQ

Was kostet die Ausbildung?

Wann beginnt die Ausbildung?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es?

Gelten die regulären Schulferien?

Welchen Abschluss habe ich nach der absolvierten Ausbildung?

Kann ich während der Ausbildung Bafög beziehen?

Kann ich die Ausbildung in Teilzeit absolvieren?

Welche Module gehören zur Ausbildung?

Gibt es ein angeschlossenes Wohnheim?

Wieviel praktische Arbeit ist in der Ausbildung enthalten?

Wie viele Stunden Unterricht in der Woche gibt es?

Wie verläuft ein typischer Tag an der Schule?

Welche Höhepunkte gibt es im Schuljahr?

Gibt es Möglichkeiten der Mitbestimmung für Studierende?

Was unterscheidet unsere Ausbildung von der anderer Fachschulen?

 


 

Was kostet die Ausbildung?
Die Kosten der Ausbildung betragen ab September 2017 149,00 € pro Monat. Mütter und Väter, die den Nachweis erbringen, dass sie selbst das Kindergeld beziehen, erhalten je Kind eine Minderung des Schulgeldes von 10 Prozent (Lt. Schulgeldordnung der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Schwerin vom 24.07.1013).

Wann beginnt die Ausbildung?
Ausbildungsbeginn ist jeweils zum Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien der Berufsschulen.

Wie lange dauert die Ausbildung?
Grundsätzlich beträgt die Ausbildungsdauer 4 Jahre. Abiturienten und Bewerber mit abgeschlossener zweijähriger Berufsausbildung erhalten die Möglichkeit für eine um ein Jahr verkürzte Ausbildung.

Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es?
Vorraussetzung für einen Ausbildungsvertrag sind

  • mindestens die mittlere Reife,
  • ein logopädisches Gutachten, in dem die Zulassung zur Ausbildung empfohlen wird,
  • die Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung G42,
  • ein vorliegendes erweitertes Führungszeugnis ohne Einträge.
  • Ein Wohnort im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.


Gelten die regulären Schulferien?
Nein, es gelten die Ferienregelungen für Berufsschulen.

Welchen Abschluss habe ich nach der absolvierten Ausbildung?
Die ersten zwei Jahre der Ausbildung (bei der verkürzten Ausbildung handelt es sich um das erste Jahr) werden mit dem/der „Staatlich geprüften Sozialassistent/in“ abgeschlossen. Dieser Abschluss berechtigt zum Zugang zur Ausbildung zum/zur „Staatlich anerkannten Erzieher/in“, die in den folgenden zwei Jahren abgeschlossen wird.
Die Ausbildung zum/zur „Staatlich anerkannten Erzieher/in“ ist mit der Erlangung der Fachhochschulreife verbunden. Die abgeschlossene Ausbildung berechtigt zu einem Studium an einer Fachhochschule, z.B. in den Studiengängen Kindheitspädagogik oder Sozialpädagogik.

Kann ich während der Ausbildung Bafög beziehen?
Ja, es besteht die Möglichkeit, Bafög beim zuständigen Landesamt zu beantragen. Weitere Förderungen sind für katholische Bewerber möglich, Anträge können an die Katholische Förderstiftung des Erzbistums Hamburg gerichtet werden.

Kann ich die Ausbildung in Teilzeit absolvieren?
Nein.

Welche Module gehören zur Ausbildung?
Neben Modulen zu „Erziehung, Bildung und Sozialisation“, „Entwicklung“ und „Spiel“ gehören auch gesundheitsbezogene Fächer zur Ausbildung.
Ein Schwerpunkt liegt im künstlerischen Bereich. Module wie „Musikalisches Gestalten, Rhytmik“, „kreatives Gestalten“ und Tanz und Theater im Modul „ästhetische Bildung“ bereiten unsere Absolventen auf ihre berufliche Tätigkeit vor.
Ein weiterer Schwerpunkt sind die Module „Religion“ und „Religionspädagogik“. Diese Module sind in unserer Fachschule wichtig, da unsere Absolventen auf die Arbeit in evangelischen und katholischen Einrichtungen vorbereitet werden.

Gibt es ein angeschlossenes Wohnheim?
Nein.

Wieviel praktische Arbeit ist in der Ausbildung enthalten?
Der Anteil der Ausbildung, die durch Arbeit in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen absolviert wird, beträgt bei der vierjährigen und der verkürzten Ausbildung ca. ein Drittel. Grundsätzlich besteht während der gesamten Ausbildung ein enger Praxisbezug.

Wie viele Stunden Unterricht in der Woche gibt es?
Grundsätzlich beträgt die Unterrichtszeit 36 Stunden in der Woche. In Ausnahmefällen wie z.B. bei Projektwochen beträgt die Stundenzahl 40 Stunden.

Wie verläuft ein typischer Tag an der Schule?
Um 8 Uhr beginnt der Tag mit einem von den Studierenden im Klassenverband gestalteten Morgenkreis. Als Vorübung für den beruflichen Alltag wird gespielt, gesungen oder sich ausgetauscht.
Danach treffen sich die Klassen mit den Lernbegleitern zum Unterricht. In der Zeit von 10.30 bis 11.30 findet in der Regel eine Frei-arbeitsphase statt, in der die Studierenden in Rücksprache mit den Lernbegleitern Arbeitsaufträge erledigen oder an verschiedenen Projekten arbeiten. Ein Lernbegleiter betreut die Studierenden in der Vormittagseinheit, zum Nachmittag findet ein Wechsel statt.
Nach einer halbstündigen Mittagspause beginnt die zweite Arbeitsphase, die auch einen Anteil von ca. 1,5 h Freiarbeit enthält. Für die Freiarbeitszeit stehen den Studierenden verschiedene Räume für die Nutzung zur Verfügung (ein Computerraum, ein Bewegungsraum, eine Schulbibliothek und verschiedene andere Arbeitsräume). Nach einem gemeinsamen Abschlusskreis in der Klasse endet der Unterrichtstag um 15.30 Uhr.

Welche Höhepunkte gibt es im Schuljahr?
Die Studierenden begehen kirchliche Feiertage, letzte Schultage vor den Ferien und das Schuljahresende sowie den Schuljahresbeginn mit selbstgestalteten Andachten und Gottesdiensten.
Es bestehen vielfältige Möglichkeiten für die Teilnahme an Projekten wie z.B. den Kinderkirchentagen und TEO - Tage ethischer Orientie-rung.
Die jährliche Projektwoche „Ästhetische Bildung“, in der die Studie-renden sich künstlerisch ausdrücken, wird von den Studierenden mit einer selbstgeplanten Aufführung für die Mitstudierenden abgeschlossen

Gibt es Möglichkeiten der Mitbestimmung für Studierende?
Ja, die Studierenden bringen sich durch den Studierendenrat und in der Schulkonferenz aktiv in die Gestaltung des Schullebens ein.

Was unterscheidet unsere Ausbildung von der anderer Fachschulen?
Die evangelische Fachschule Schwerin arbeitet nach reformpädagogischen Grundsätzen. Diese finden sich in der organisatorischen Gestaltung des Lernprozesses mit Freiarbeitszeiten, Zeiten mit freier Lernortwahl, Stationenlernen und Lernboxen und in der Gestaltung des gemeinsamen Miteinanders wieder.

Der Grundsatz des kompetenzorientierten Lernens wird durch ein eigenes System der Kompetenzeinschätzung ohne Schulnoten umgesetzt. Ergänzt wird dieses System durch Lernentwicklungsgespräche, die die professionelle und persönliche Entwicklung der Studierenden zum Thema haben.

Das Miteinander an unserer Schule gestaltet sich einander zugewandt, achtsam und tolerant. Studierende und Lernbegleiter begegnen sich auf Augenhöhe und gestalten die Lernprozesse gemeinsam.

Der Schwerpunkt der religionspädagogischen Ausbildung bereitet unsere Studierenden in besonderem Maße auf die Arbeit in evangelischen und katholischen Einrichtungen vor, um Kinder mit der Gestaltung von entsprechenden Aktivitäten und bei der Beantwortung von religiösen Fragen zu begleiten.
Studierende, die in der Ausbildung den Wunsch entwickeln, auch noch eine akademische Ausbildung zu absolvieren, können über einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule Neubrandenburg im Studiengang „Early Education berufsbegleitend“ ein verkürztes Studium aufnehmen. Zu diesem Zwecke finden in unserem Hause regelmäßig Veranstaltungen mit Professorinnen und Professoren der Hochschule Neubrandenburg statt.