„Mögest du von der Natur lernen, nicht das eine vorzuziehen und anderes zu vernachlässigen, sondern die Dinge in ihrer Gesamtheit zu erfassen und zu schätzen.”

Irischer Segenswunsch

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Nähe und Distanz in der helfenden Arbeit - Im Wechselbad von Mitfühlen und Selbstschutz

Zielgruppe(n)

Betreuungskraft, Fachkraft, Hilfskraft

Ausschreibung

Der Klient muss als Mensch erlebt werden, seine Probleme müssen vor dem Hintergrund seiner Geschichte und seines Potentials erfasst werden. Der gesunde Helfer wird sich hier einstellen sowie auch mitfühlen und eine helfende Beziehung als Arbeitsbeziehung als Arbeitsbeziehung anbieten.

Viele Klienten können jedoch den Unterschied zwischen einer Freundschaft- und einer Arbeitsbeziehung kaum erkennen. Insbesondere vereinsamte und/oder psychisch erkrankte Klienten deuten Interesse am Menschen und die helfende Hand als persönliche Zuneigung und sind tief getroffen, wenn der Helfer klare Grenzen zwischen Beruf und Privat zieht. Wie klärt der Helfer dies beziehungsschonend?

Klienten wiederholen oft ihre erlernten Beziehungsmuster und der Helfer gerät meist unbewusst in deren Rollen hinein. Er beruhigt, aber stabilisiert damit ein eingeengtes Miteinander. Hier gilt es die Beziehung zum Thema zu machen und am Modell Alternativen der Beziehungsgestaltung anzubieten.

Weitere Themen:

Wie lasse ich mich verführen immer wieder zu viel für einen Klienten zu leisten? Was lasse ich körperlich, was seelich zu? Wie lange lass ich mich benutzen und warum? Wie gehe ich mit kleinen Geschenken/Gefälligkeiten um? Duzen oder Siezen? Wie kann man im Team aufeinander aufpassen? Was hilft, wenn ein Teammitglied nicht mehr merkt, dass er (emotional) zu dicht dran ist oder sich innerlich schon vom Klienten zu sehr distanziert hat, sarkastisch oder abwertend geworden ist?

Dozent/-in

  • Herrn Ingo Westerholt, Diplom-Psychologe, Psychodrama-Therapeut

Standort

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