„Wenn auf eure Veranlassung hin eure Jugend gut ausgebildet ist, wird sie eurer Vaterstadt als Schutz dienen; denn für die Städte sind keine Bollwerke oder Mauern zuverlässigere Schutzwälle als Bürger, die sich durch Bildung, Klugheit und andere gute Eigenschaften auszeichnen.“

Philipp Melanchthon (Gelehrter und Mitstreiter Luthers)

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Was ich schon immer über den Islam wissen wollte …? Wie gut wissen wir über den Islam Bescheid? Was sehen wir mit Sorge und wovor haben wir Angst?

Zielgruppe(n)

Fachkraft, Hilfskraft, Kindertagespflegeperson, Leitungskraft, Privatperson, Interessierte, Verwaltungskraft

Ausschreibung

Der Studientag ist eine gute Möglichkeit sich in einem geschützten Rahmen diesem brisanten Themenfeld zuzuwenden und auf offene Fragen eine Antwort zu bekommen. Die Interessen der Teilnehmenden werden nach Möglichkeit im Mittelpunkt stehen.

 

Mögliche Fragestellungen sind:

• Worin unterscheidet sich ein gläubiger Muslim von einem Terroristen?

• Worin unterscheiden sich Sunniten und Schiiten?

• Was hat es mit dem Kopftuch auf sich?

• Was ist Salafismus?

• Welchen Raum haben Muslime ihren Glauben in Deutschland zu leben?

• Inwieweit sind Christentum und Islam ähnlich oder verwandt?

 

Noch in den 1990er Jahren erwartete man in Wissenschaft und Forschung, dass Religion im Laufe der nächsten Jahre obsolet wird. Im Zuge der Geschichte der DDR und der 1968er Bewegung war Religion für viele moderne, säkulare Menschen weitgehend Privatsache geworden. Spätestens nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 rückte eine Religion wieder in den Mittelpunkt des Interesses: der Islam. Seitdem Terroristen weltweit ihre unmenschlichen Taten mit dem Islam rechtfertigen, ist zudem die Unsicherheit gegenüber Muslimen gewachsen. Die Bereitschaft Muslimen ihren Glauben zuzugestehen sinkt. Muslime hingegen, die seit Generationen in Deutschland leben, distanzieren sich von dieser Gewalt und sehen sich von der Mehrheitsgesellschaft verunglimpft. Während in Talkshows debattiert wird, ob der Islam zu Deutschland gehört, berufen sich Muslime auf die geltende Religionsfreiheit und fordern uns auf zwischen dem wahren Glauben und der Instrumentalisierung der Religion durch Gewalttäter zu unterscheiden.

Dozent/-in

  • Frau Barbara Janocha, Religionswissenschaftlerin

Standort

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